Macht VS zufriedene Mitarbeiter

Die aktuelle Untersuchung des Marktforschungsunternehmen Gallup ist ernüchternd:  70 % der Beschäftigten sind emotional gering gebunden und machen lediglich Dienst nach Vorschrift. Ebenso ist die Aussage der Studie, dass die Schuld daran schlechte Vorgesetzte tragen würden. 

Es scheint vielen Führungskräften nicht klar zu sein, was die Mitarbeiter erwarten und was sie zu einem besseren Chef macht.  

Was macht eine gute Führungsqualität aus? 

Mitarbeiter beschreiben Ihren Chef als gute Führungspersönlichkeit,  wenn dieser

  • die Fähigkeit hat, sein Team zu motivieren
  • Leistung anerkennt
  • Potentiale erkennt und richtig einsetzt
  • emotionale Bindung erzeugen kann
  • als charismatische Persönlichkeit wahrgenommen wird

Im Gegenzug dazu wollen Mitarbeiter

  • Verantwortung übernehmen
  • das Gefühl haben, selbstständig wichtige Entscheidungen treffen zu können
  • sich einsetzen können
  • wertgeschätzt werden
  • ein Teil von etwas grösserem sein

Die wenigsten Führungskräfte geben ihre Schwächen zu, auch das ist Teil der Studie und gelebte Praxis.  

Der Kampf mit dem Ego

Wenn “ich” und “meins” das Wichtigste sind, identifiziert sich der Führende mit seiner Position und seinem Status. Es ist ihm unmöglich, sich stark zu fühlen, ohne sein Gegenüber schwach zu machen.  Dieses Machtgehabe schwächt das Vertrauen und schafft Unzufriedenheit. Motivierte Mitarbeiter hängen ab und enden im Dienst nach Vorschrift. Lassen es die persönlichen Parameter zu, verlassen sie die Firma. Das kostet ein Unternehmen viel Geld. Kostensparen geht nicht nur nach Mc Kinsey - es geht auch auf eine Art und Weise, die die erfolgreichen CEOs, wie z.B. Benno Dorer, Nummer 1 der Top 100 CEOs verrät: 

“The growth and development of people is the highest calling of leadership.”

Würde es eine Währung geben, die auf der Zufriedenheit der Mitarbeiter basiert und an der Börsen gehandelt wird, wäre die Liste vermutlich anders aufgestellt.

Bei unserer Arbeit in der AHAA-Manufaktur erleben wir, dass hinter dem Machtanspruch oft verdeckte Angst steckt, die, ist sie entlarvt und aufgedeckt, viel Potential enthält. 

Wer lernt, Macht zu teilen, entdeckt Stärken im Team, die er nie erwartet hätte. 

Wer Macht teilen will, muss mit sich selbst im Reinen sein. Das Ego darf nicht die lauteste Stimme haben und Reflektion und eigenverantwortliches Handeln stehen im Vordergrund. Der Weg, aus diesem Machtspiel heraus zu kommen, ist der Weg, bei sich selbst blinde Flecken aufzudecken, um zum Denker und Visionär zu werden und zu einer Führungspersönlichkeit, die ein echter Mehrwert für das Team ist.  Warum also nicht auch als Führungskraft mutig sein und sein eigenes Führungsverhalten reflektieren?  Eins wissen wir mit Sicherheit: Das Gefühl, das Sie erleben werden, wenn Sie die ersten Erfolge mit einem zufriedenen und leistungsstarken Team feiern, wird ihr Ego beflügeln und Sie für die Mühe belohnen! Also, packen wir es an!