Entscheidung - kein Problem - aber bitte mit 30 Tagen zurück - Garantie

Entscheidungen zu treffen, ist anstrengend. Nicht nur, weil wir immer etwas dabei verlieren. Es ist immer auch die Option, gegen die man sich entscheidet, die man loslässt und je nach dem, wie attraktiv sie war, ist der Verlust gross. Gewinn und Verlust sind also immer Bestandteil einer jeder unserer Entscheidung und je nach Grösse und Intensität des Szenarios bestimmend für unsere Wahl. 

Halten Sie einem Kind zwei Schokoriegel zur Auswahl hin, beginnt das Dilemma - das können Sie bereits nach wenigen Sekunden in seinem Gesicht erkennen. Meist wird die Auswahl erst dann getroffen, wenn eine Verlustoption eingeworfen wird. “Entscheide Dich jetzt, sonst kriegst Du keins von beiden.” Plötzlich ist es dann nicht mehr so wichtig, ob Kinderschokoriegel oder Duplo. 

Da ist es als Erwachsener schon schwieriger, Entscheidungen zu treffen, vor allem wenn sie das betreffen, was uns wirklich wichtig ist. Die Verlustoption als Entscheidungshilfe einzubauen, könnte auch hier eine Variante sein. Aber funktioniert das denn wirklich? Wenn ich mich nicht für den Urlaubsort entscheiden kann, hilft es,  das Szenario “kein Urlaub” einzubauen? Mit dem Argument “Hauptsache Urlaub” kann der Prozess sicher stark beschleunigt werden - denn hier ist es dem Entscheider wahrscheinlich am wichtigsten, überhaupt weg zu fahren zu können. 

Doch schon bei einer wichtigen Entscheidung im Bereich Job, Partnerwahl oder Familienplanung scheint diese Entweder-oder Methode wenig hilfreich und schon garnicht nachhaltig. 

Wie wäre es denn da mit der Entscheidung auf Probe? Heute mal kurz entscheiden, frei und mutig, denn ich habe den Joker, die Wahl in 30 Tagen zu widerrufen. 

Tönt verlockend, ist aber bei genauerem Überlegen auch nicht wirklich umsetzbar. Gefühle lassen sich nicht verkaufen und schon gar nicht auf Probe “erfühlen”. Papa sein für 30 Tage - für das Ja zur Gründung einer Familie braucht es auf jeden Fall mehr und funktioniert sicherlich nur, wenn das Baby nicht eigen Fleisch und Blut ist.

Viele wählen in der Not die Alternative, nicht zu entscheiden. In der Starre sitzen zu bleiben, es auszuharren und zu warten. Aber warten worauf denn? Was soll ich ändern, wenn wir nichts dazu beitragen, uns aus der Verantwortung für unser Glück ziehen? 

“Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.”, sagte schon Albert Einstein. 

Ob wir gut und zügig entscheiden können, hängt auch mit unseren Erfahrungen zusammen und damit, dass wir auf uns selbst vertrauen können, das Richtige zu tun. Wenn wir uns den Druck auferlegen, dass wir mit dieser einen Entscheidung über unser gesamtes Leben entscheiden und nie mehr eine andere Wahl haben, sperren wir uns selbst in eine Art Box, die verhindert, eigenverantwortlich über das eigene Leben zu bestimmen. Eine Art Fehlertoleranz sich selbst gegenüber einzubauen ist unbedingt und sehr wichtig und wer nicht schon als Kind auf spielerische Art gelernt hat, dass nicht jede Entscheidung schwer und verlustreich sein muss, kann das als Erwachsener an kleinen, alltäglichen Dingen üben.  

Es geht dabei um unsere Werte und darum, was uns wirklich wichtig ist im Leben, wonach wir uns ausrichten wollen. Eng verbunden mit unseren Werten ist unsere Intuition, die uns ein treuer Begleiter und guter Ratgeber ist. Geben wir ihr eine Stimme. Je mehr wir uns dieser bewusst sind, desto klarer lotst sie uns in schwierigen Situationen und hilft uns bei der Gewichtung und Entscheidungsfindung. 

Wer auf sein Bauchgefühl vertrauen kann und auch rational-logische Gründe in den Hintergrund stellen kann, wird sicherlich mit dem guten Gefühl einer getroffenen Entscheidung belohnt, denn oft sind es gerade die Dinge, die uns nachhaltig glücklich machen, die jenseits von Verstand und Ratio. 

Aus diesem Grund ist die Grundlage, überhaupt eine Entscheidung treffen zu können der Konkakt mit sich selbst - nicht mit dem Ego, sondern mit dem wahren Ich. Zur Ruhe kommen, vielleicht sogar eine kurze Pause einlegen und sich im Moment üben. Tönt einfach, ist es aber für den modernen Menschen nicht, denn sich einfach für einen Moment lang nur mit sich selbst zu beschäftigen, ist für die meisten von uns bereits eine grosse Herausforderung. Aber ohne diesen Fokus auf das eigentliche, auf die Innere Basis, wird die Entscheidung schnell von äusseren Verlockungen getrieben und hilft uns wenig, unseren eigenen Weg zu gehen. 

Das sind die wichtigsten Schritte, für Ihre Entscheidung:

1. Selbstkenntnis

Was ist ihnen wirklich wichtig und welche sind ihre persönlichen Werte? Damit Sie sich für etwas entscheiden können, müssen Sie wissen, auf was Sie bereit sind zu verzichten, was für Sie verlockender und erfüllender sein wird als das, worauf Sie verzichten. Schreiben Sie sich Ihre persönlichen Werte auf ein Blatt Papier oder in Ihr Notizbuch.

2. Verantwortung für sich übernehmen

Sind Sie sich bewusst, was wirklich wichtig für Sie ist, können Sie leichter fokussieren und sich darauf konzentrieren, was Sie vorantreibt. Sie wissen, dass Sie selbst für Ihr Glück verantwortlich sind, das heisst, auch wenn die getroffene Entscheidung sich nicht als richtig rausstellt, Sie können das beste darauf machen und erneut entscheiden. 

Mit anderen Worten, Sie werden mit Ihrer Entscheidung glücklich sein, wenn Sie sie in die Hand nehmen. 

3. Mit dem Bauch entscheiden

Treffen wir für uns wichtige Entscheidungen mit dem Verstand, sind diese wohl meistens rational und analytisch gut durchdacht. Doch ist es so, dass der Verstand meistens unsere unbewussten, durch Schutzmechanismen gut versteckten Bedürfnisse - vor allem, wenn diese im Widerspruch stehen - übersieht. Glücklich werden Sie sich damit nicht fühlen. Eine weitere Instanz, die oft sehr klar, laut und deutlich weiss, was richtig ist, ist unsere Intuition. Sie lässt uns nicht im Stich, sie begleitet uns unser ganzes Leben und bleibt unseren Werten immer treu. Je öfters Sie bei Entscheidungen auf Ihre Intuition hören, desto stärker wird diese und hilft Ihnen immer einfacher und klarer in Situationen zu entscheiden. 

Auch wenn es manchmal so richtig schwerfällt, eine Entscheidung zu treffen. Sie sollten es unbedingt vermeiden, es nicht zu tun und auf eine Lösung zu warten, ohne dafür etwas zu tun. In einer Entscheidungsfalle zu sitzen kostet viel Energie und strapaziert nicht nur Ihre eigenen Nerven. Die Auswirkungen dieser Blockade können auch Ihr Umfeld blockieren und unangenehme Folgen haben. 

Bei unseren Kunden in der AHAA-Manufaktur ist es so, dass gerade das Pferd als Körpersprachenverstärker das Unbewusste und die Angst vor der Entscheidung sehr gut sichtbar macht und so mit der Hilfe einer systemischen Strukturaufstellung rasch und nachhaltig eine Lösung erarbeitet werden kann, die dann in der Praxis leicht umsetzbar ist und die Entscheidungsblockade dauerhaft löst.